​Stundenlohn-Rechner

Mit dem Lohnrechner online den Nettolohn/Nettostundenlohn berechnen.

​Der Online-Stundenlohn-Rechner


​Eine Bezahlung auf Basis von Stundenlohn findet sich vor allem in handwerklichen Berufen, bei Studentenjobs und bei selbstständigen Freiberuflern, diesen Stundenlohn können Sie mit unserem Stundenlohnrechner berechnen. Im Vergleich zu einem festen Gehalt schwankt das Monatsgehalt daher und ist direkt abhängig von der Zahl der tatsächlich gearbeiteten Stunden.


Ihre Entlohnung erfolgt ausschließlich auf Basis der geleisteten Arbeitsstunden. Ein Stundenlohn wird von allem für Arbeiten am Fließband, Handwerkertätigkeiten, Aushilfsjobs und bei beratenden Dienstleistern akademischer Professionen vereinbart.

​Das Monatseinkommen setzt bei einem Stundenlohn effektiv aus der Zahl der gearbeiteten Stunden zusammen. Entsprechend Variabel sind die Einkünfte von Monat zu Monat. Hat ein Monat beispielweise viele Feiertag wird entsprechend weniger gearbeitet und das Monatseinkommen ist niedriger als im Vormonat. Auch im Krankheitsfall arbeiten Minijobber, Studenten, Handwerker und selbstständig arbeitende Freiberufler weniger Stunden bzw. Tage im Monat und entsprechend weniger Stunden können abgerechnet werden.


Mit dem Stundenlohnrechner den Stundenlohn aus dem Monatslohn heraus berechnen 

Auch wenn die Bezahlung auf Basis eines festen Monatslohnes kalkuliert wird, kann ein fiktiver Stundenlohn berechnet werden, um den Lohn für Überstunden oder Gehaltszuschläge zu kalkulieren, oder den Wert der eigenen Arbeit auf Stundenbasis einschätzen zu können. Ein solcher Stundenlohn wird nur anlassbezogen berechnet und wird nicht im Arbeitsvertrag vermerkt.

Möchte man einen fiktiven Stundenlohn als Arbeitnehmer auf Basis des Bruttolohns bzw. Monatslohnes berechnen, muss man das Bruttogehalt durch die Zahl der durchschnittlich im Monat gearbeiteten Stunden teilen.

In der Regel variiert die Zahl der monatlichen Arbeitsstunden etwas und daher erfolgt die Berechnung der durchschnittlichen gearbeiteten Stundenanzahl auf Basis eines Quartals, um einen repräsentativen Durchschnittswert zugrunde zu legen. Danach teilt man das Bruttomonatsgehalt durch die monatliche Stundenzahl und berechnet so den eigenen Stundenlohn.


Beispiel Berechnung:

Arbeitet ein angestellter Arbeitnehmer beispielsweise 40 Stunden in der Woche und verdient 3000 EUR brutto, dann beträgt die Zahl der durchschnittlich gearbeiteten Stunden 173 Stunden, wenn man 40 Stunden in der Woche mit 13 Wochen multipliziert und durch drei Monaten teilt. Der Stundenlohn beträgt in diesem Fall dann 3000 EUR geteilt durch 173 Stunden, also 17,40 EUR pro Stunde. Der so kalkulierte Stundenlohn ist ein Brutto-Stundenlohn. Nach Abzug von Steuern und Sozialabgaben erhält man den individuell unterschiedlichen Netto-Stundenlohn.

Umgekehrt kann natürlich aus dem Stundenlohn ein Monatslohn berechnet werden. Hier wird der Stundenlohn mit der durchschnittlichen Zahl der wöchentlich gearbeiteten Stunden und 13 Wochen multipliziert und durch 3 Arbeitsmonate geteilt. Hierbei muss man berücksichtigen, dass das so berechnete Monatsgehalt von Monat zu Monat schwanken kann, je nachdem wieviel Arbeitsstunden abgerechnet werden konnten.


Wozu ist einen Stundenlohnrechner sinnvoll? 

​Wenn Sie den Stundenlohn über Branchen oder Märkte hinweg berechnen und Vergleichswerte ermitteln, lassen sich verschiedenen Lohntätigkeiten effektiv miteinander vergleichen. Weiß man wieviel man pro Stunde verdient, kann man mit konkreten Zahlen in einer Gehaltsverhandlung argumentieren und das eigenen Gehalt gegenüber am Markt üblichen Stundenlöhnen vergleich. Auch kann man direkt überprüfen, ob eine Tätigkeit mit dem gesetzlichen Mindestlohn bezahlt wird. Mit einem fiktiven Stundenlohn kann die Vergütung von Überstunden oder Kurzarbeitergeldes berechnet werden.

Arbeitgeber berechnen mit einem Stundenlohnrechner die Bezahlung von Überstunden auf bei angestellten Mitarbeitern mit einem festen Monatslohn. Ebenso werden mit einem internen Stundenlohnrechner Gehaltszuschläge für die Arbeit an Sonn- und Feiertagen oder für Nachtarbeit kalkuliert und abgerechnet.


Unterschiede bei Lohn, Gehalt und Verrechnungssatz

Der Unterschied zwischen Gehalt und Lohn 

Fest angestellte Arbeitnehmer beziehen in der Regel ein festes Monatsgehalt. In vielen Unternehmen sind ach Mitarbeiter beschäftigt, die auf Stundenbasis beschäftigt sind und einen Stundenlohn beziehen.

Ein Arbeitnehmer bezieht dabei ein immer gleichbleibendes Gehalt, egal wieviel Tage der Monate hat oder wieviel Feiertage bestehen. Ein Arbeitnehmer, dessen Lohn über die geleisteten Stunden über einen Rechner kalkuliert wird, verdient in kurzen Monaten mit vielen Feiertagen deutliche weniger als an anderen Monaten, weil er eben einfach weniger Stunden auf der Arbeit verbracht hat. Für Arbeitnehmer, die ein festes Gehalt beziehen ist der Stundenlohn jedoch die Bezugsgröße auf deren Basis Überstunden und Zuschläge abgerechnet werden.

Wichtig ist der Stundenlohn auch bei der Bezahlung von selbständig Tätigen. Handwerker und Rechtsanwälte werden meist auf Stundenbasis bezahlt. Die Rechnung des Selbstständigen spiegelt dabei aber nicht direkt den erwirtschafteten Gewinn des Unternehmers wieder. Die Stundenlöhne, die dem Kunden in Rechnung gestellt werden, sind natürlich nicht mit dem Betrag identisch, der am Ende des Monats als Lohn oder Gehalt ausgezahlt wird. Die Rechnung bildet stattdessen den Stundenverrechnungssatz ab, der die dem Unternehmer entstandenen Kosten pro Stunde abbilden.


Der Unterschied zwischen Stundenlohn und Stundenverrechnungssatz 

Der Stundenverrechnungssatz ist eine wichtige Kennzahl für selbstständig Beschäftigte. Der Stundenverrechnungssatz ist der Wert, der dem Kunden für eine Stunde Arbeit in Rechnung gestellt wird. Er enthält neben dem eigentlichen Stundensatz noch anderen Kosten, die bei der Arbeit für den Kunden anfallen und abgerechnet werden.

Neben dem Stundensatz für die tatsächlich abgeleisteten Arbeitsstunden enthält der Stundenverrechnungssatz daher auch die Fixkosten und variable Kosten, die bei einer selbstständigen Tätigkeit notwendigerweise anfallen. Die gängigsten Fixkosten sind beispielsweise Ausgaben für ein Auto und die Reisekosten, wenn eine Anfahrt zum Kunden notwendig wird. Weiter sind Werbekosten, Versicherungskosten und die Ausgaben für Telefon und Internet zu berücksichtigen. Bei akademischen Dienstleistungsberufen sind Versicherungskosten und die Ausgaben für die oftmals teuren und zeitaufwendigen Fortbildungskosten zu kalkulieren.

Die Höhe der Fixkosten und insbesondere der variablen Kosten kann von Monat zu Monat und von Jahr zu Jahr schwanken. Bei der Berechnung ist daher von einem Schätzwert auszugehen. Sind keine eigenen Vergleichsdaten aus den Vormonaten zur Hand, dann kann man auf branchentypische Zahlen zurückgreifen, die Industrie und Fachverbänden publiziert werden.

Die Differenz zwischen dem tatsächlich pro Stunde als Gehalt ausgezahlten Stundensatz eines Handwerkers oder Rechtsanwalt unterscheidet sich daher deutlich von dem Stundenverrechnungssatz, der dem Kunden in Rechnung gestellt wird. Stundenverrechnungssatz ist immer höher als der Stundensatz, was nicht verblüffen sollte, da neben der tatsächlichen Arbeitszeit beim Stundenverrechnungssatz auch die sonstigen Fixkosten und variablen Kosten eingepreist werden.

Niemand sollte sich daher wundern, wenn ein Geselle nur 11 EUR pro Stunde verdient, seine Arbeit vor Ort vom Meister aber mit 35 EUR in Rechnung gestellt wird. Die Differenz ist nicht der Reingewinn des Meisters, sondern reflektiert die Kosten die über das Gehalt des Gesellen hinaus anfallen. Dabei handelt es sich um die Fahrtkosten, Gehälter für kaufmännisches Personal im Büro des Meisters, die Büromiete, Steuern und Werbekosten.


Besonderheiten beim Stundenlohn

Steuerfreie Zuschläge zum Stundenlohn an Sonntagen und Feiertagen 

Die Zuschläge zum Stundenlohn sind für Angestellte, Minijobber und Aushilfskräfte an Sonntagen und Feiertagen steuerfrei und sozialbeitragsfrei. Die Befreiung wirkt dabei auf Basis des Grundlohnes. Liegt der durchschnittliche Stundenlohn unter 25 EUR, so sind überhaupt keine Steuern oder Abgaben abzuführen. Bei einem durchschnittlichen Stundenlohn zwischen 25 EUR und 50 EUR sind die Sozialangaben abzuführen. Der Zuschlag leibt aber weiter steuerfrei. Erst ab einem Stundenlohn von mehr als 50 EUR sind sowohl die Lohnsteuer als auch die Sozialabgaben zu zahlen.

Bei Nachtarbeit gelten gesonderte Regelungen. Bei Nachtarbeit von 20 Uhr bis 6 Uhr sind 25% des Grundlohnes steuerfrei, bei einem Ende des Arbeitstages zwischen 0 Uhr und 4 Uhr sind sogar 40% des Grundlohnes steuerfrei.

Für Sonntagsarbeit gilt, dass 50% des Grundlohnes steuerfrei sind. An gesetzlichen Feiertagen sind sogar 125% des Grundlohnes steuerfrei. Dies gilt wie bei der Sonntagsarbeit auch für Arbeit, die am Folgetag zwischen 0 Uhr und 4 Uhr beendet wird.


Stundenlohn und die gesetzlichen Grundlagen bei Krankheit 

Für viele Arbeitsgeber ist die Beschäftigung von Personal auf Stundenbasis sinnvoll. So können Auslastungsspitzen mit extra Personal ausgeglichen. Das macht insbesondere in Branchen Sinn in denen es viel Saisonarbeit gibt. Solche Beschäftigungsverhältnisse sind im Teilzeit- und Befristungsgesetzes (TzBfG) geregelt. Arbeitsgeber müssen bei einem regulären Arbeitsverhältnis im Arbeitsvertrag die regelmäßige Arbeitszeit angeben. Ein solcher schriftlicher Vertrag mit der präzisen Festlegung der Arbeitszeiten muss spätestens einen Monat nach Beginn des Arbeitsverhältnisses vorliegen.

Auch bei einer Beschäftigung auf Abruf oder auf Stundenbasis bestimmt das Teilzeit- und Befristungsgesetzes verschiedene Recht für Arbeitnehmer. So müssen Minijobber spätestens vier Tage vor Arbeitsantrag über die Einteilung zur Arbeit an jenem Tag informiert werden.

Auch ein Anspruch auf bezahlten Urlaub besteht bei einer Bezahlung auf Basis von Stundenlohn.
Für die Berechnung des Urlaubsanspruches wird dabei die durchschnittliche Wochenarbeitszeit berechnet. Eine Vollzeitstelle gilt als 40 Arbeitsstunden und die tatsächlich geleisteten Arbeitsstunden werden daher Anteilig auf den betrieblich vereinbarten Urlaubsanspruch umgerechnet.

Gleiches gilt im Falle einer Krankheit. Wird jemand auf Stundenbasis bezahlt, greift auch bei ihm im Krankheitsfalle das Entgeltfortzahlungsgesetz (EntgFG). Der Arbeitgeber ist dann für den Zeitraum von sechs Wochen dazu verpflichtet, den Stundenlohn für deine durchschnittlich geleistete Stundenzahl pro Monat weiter zu zahlen. Dies gilt ab dem Zeitpunkt an dem man mindestens vier Wochen ununterbrochenen bei einem Unternehmen beschäftigt war, wenn man in den vergangenen sechs Monaten nicht schon wegen derselben Krankheit arbeitsunfähig war und seit der letzten Arbeitsunfähigkeit aufgrund derselben Krankheit mindestens zwölf Monate vergangen sind.

In keinem Fall kann ein Arbeitgeber die Lohnfortzahlung bei Krankheit verwehren mit dem Hinweis eine Weiterbeschäftigung sie sowieso nicht geplant gewesen. Der Gesetzliche Anspruch auf Lohnfortzahlung gilt unabhängig von den Zukunftsaussichten des Arbeitsvertrages. Genauso wenig dar ein auf Stundenbasis Beschäftigter gezwungen werden während der Krankentage seinen Urlaub zu nehmen.


Sonderfall Stundenlohn und Mutterschutz 

Das Mutterschutzgesetz (MuSchG) ist ein spezielles Gesetzt, dass den Schutz aller schwangeren Frauen und Mütter während eines Arbeitsverhältnisses regelt. Das ist auch bei Minijobbern, Studenten und anderen auf Stundenbasis beschäftigten Müttern anzuwenden. Für das Mutterschutzgesetzt macht es keinen Unterschied ob die Anstellung über ein Festgehalt oder auf Stundenbasis erfolgt ist.


Das Gesetzt besagt, dass Mütter in den ersten acht Wochen nach der Geburt überhaupt nicht arbeiten müssen. Eine Frist von zwölf Wochen gilt für Mütter von die Fehlgeburten oder Frühgeburten erlitten haben. Auch die letzten sechs Wochen vor der Geburt muss eine Frau nicht arbeiten, wenn sie nicht möchte. Eine schwangere Frau oder Mutter muss in dieser Zeit nicht ihren regulären Urlaub nutzen und hat zudem Anspruch auf Mutterschaftsgeld. Der Arbeitgeber hat dabei die Differenz zwischen Mutterschaftsgeld und dem eigentlichen Gehalt zu tragen. Auch bei einer Entlohnung auf Stundenbasis gilt hier, dass das Durchschnittsgehalt der letzten drei Monate vor Beginn des Mutterschutzzeitraumes zur Berechnung herangezogen wird.


Stundenlohn und Kündigung 

Bei einer Beschäftigung auf Basis von Stundenlohn kann ein befristetes oder ein unbefristetes Arbeitsverhältnis bestehen. In beiden Fällen gelten Kündigungsfristen, die sich aber unterscheiden.


Wenn ein unbefristeter Arbeitsvertrag besteht und der Arbeitnehmer oder derArbeitgeber die Kündigung des Arbeitsverhältnisses auf Stundenbasis aussprechen möchte, dann gelten die üblichen vertraglichen Kündigungsfristen.
Während eines regulären Arbeitsverhältnisses gilt eine Kündigungsfrist von vier Wochen zum 15. eines Monats oder zum Monatsende. In der Probezeit ist diese Frist auf zwei Wochen verkürzt.


Die Kündigung durch den Arbeitgeber ist immer abhängig von der Dauer des Arbeitsverhältnisses. Sie beträgt einen Monat bei einem zweijährigen Arbeitsverhältnis, und zwei Monate bei einem fünfjährigen Arbeitsverhältnis. Bei einem achtjährigen Arbeitsverhältnis gelten schon drei Monate Frist und bei zehn Jahren vier Monate Frist.


Stundenlöhne im regionalen Vergleich 

Die Höhe des Stundenlohnes ist stark abhängig vom Beruf und der Branche. In einigen Berufen sind die Stunden¬löhne besonders hoch und in anderen Berufe wird eher schlecht bezahlt.

Im Jahr 2016 lag das jährliche Brutto-Durchschnittseinkommen von Vollzeitbeschäftigten bei 44.436 Euro. Beim Stundenlohn lag der durchschnittlichen Stundenlohn deutschlandweit bei 21,16 Euro ohne Sonderzahlungen. Der Stundenlohn war am höchsten in Hamburg mit 23,50 Euro und am niedrigsten in Mecklenburg-Vorpommern mit 16,37 Euro.

Der der Bruttomonatsverdienst steigt in Deutschland seit vielen Jahren kontinuierlich an, zugleich hat die Kaufkraft in Deutschland aber weniger stark zugelegt. Die steigenden Löhne werden durch steigende Preise wieder relativiert.

Seit der Wende gibt es zudem ein konstantes Ost-West-Gefälle bei Löhnen und Gehältern. In den neuen Bundesländern liegt der durchschnittliche Stundenlohn nur bei 16,95 Euro und daher deutlich unter dem Durchschnittsstundenlohn in den alten Bundesländern.

Auch ein Nord-Süd-Gefälle bei Löhnen und Gehältern besteht seit vielen Jahren. Nördlich gelegene Bundesländer wie Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein haben deutlich niedrigere Stundenlöhne als Bayern und Baden-Württemberg.

Bessere Verdienstmöglichkeiten bestehen in den kleinsten Bundesländern Berlin, Hamburg und Bremen. Zu berücksichtigen ist dabei aber, dass hier auch die Lebenshaltungskosten deutlich höher sind und höhere Einkommen bedingen. Die mit Abstand teuerste Metropole ist die bayrische Hauptstadt München.


Stundenlöhne nach Branchen und Demographie 

Nach wie vor verdienen Frauen deutliche weniger als Männer. Im Durschnitt ist der Stundenlohn einer Frau um 21 % geringer als der Stundenlohn eines Mannes. Diese Verdienstlücke zwischen den beiden Geschlechtern hält sich hartnäckig und ist im europäischen Vergleich in Deutschland überdurchschnittlich hoch. Dabei gilt, dass die Unterschieden bei der Belohnung je höher ausfallen, desto anspruchsvoller die Beschäftigung ist.

Eine Einkommensschere besteht in Deutschland aber nicht nur zwischen Frauen und Männern, sondern auch zwischen den verschiedenen Berufen und Branchen. Während Handwerker beispielsweise unterdurchschnittliche Stundenlöhne verdienen, können sich Fach- und Führungskräfte in der chemischen Industrie oder der Pharmaindustrie über die höchsten Einkommen freuen.

In betriebswirtschaftlichen Branchen werden Positionen im Marketing vergleichsweise schlecht bezahlt. Der Mittlerer Stundenlohn beträgt hier nur 18,32 EUR, während Personal im Controlling und in der Personalabteilung schon 20,65 EUR pro Stunden verdienen. Sehr hoch ist der Stundenlohn aufgrund der variablen, erfolgsabhängigen Vergütung. Gute Vertriebsmitarbeiter können von 22,53 bis zu 36,53 EUR pro Stunde verdienen. Die meisten betriebswirtschaftlichen Berufe erfordern ein abgeschlossenes Hochschulstudium, dafür ist die langfristige Perspektive gut.

Auch hier bestehen regionale Unterschieden. In Hessen verdienen Mitarbeiter in betriebswirtschaftlichen Branchen gut, während in den neuen Bundesländern wie in Mecklenburg-Vorpommern oder Sachsen die Stundenlöhne bis zu einem Viertel unter dem Bundesdurchschnitt liegen.

Gut verdient wird auch im Bereich Finanzdienst¬leistungen, wie im Rechnungswesen, der Steuerberatung und in Banken und Sparkassen. Auch Richter und Staatsanwälte, sowie Finanzbeamte und Verwaltungsmitarbeiter erfreuen sich über einen durchschnittlichen Stundenlohn von 20,65 EUR.

Noch weit mehr verdienen Personen die in Führungs- und Personalverantwortung stehen. Hier wird oft neben einem hohen Grundgehalt eine erfolgsabhängige Vergütung vereinbart und gegenüber einem Sachbearbeiter werden schnell 30 % höhere Stundenlöhne realisiert.

Auch gilt, dass Mitarbeiter die direkt im Kundenkontakt arbeiten können sich an einem überdurchschnittlichen Stundenlohn erfreuen. Angestellte im Außendienst werden oft mit einem variablen Gehaltsanteil vergütet, der bei erfolgreichen Geschäftsabschlüssen den durchschnittlichen Stundenlohn in die Höhe treiben kann.

Ingenieure können mit hohen Einstiegsgehältern punkten und haben auch später beim Einkommen guten Entwicklungsmöglichkeiten. Einstiegsgehälter bei Ingenieuren beginnen bereits bei mittleren Stundenlöhnen von 16,31 EUR. Erfahrene Projektingenieure im Fahrzeugbau oder der Umwelttechnik verdienen dann schnell 22,64 EUR im Durschnitt. Der Ingenieursberuf punktet also nicht nur mit hohen Einstiegsgehältern, sondern auch mit guten Bruttodurchschnittsgehältern. Besonders hoch sind die Stundenlöhne in den Bereichen Fahrzeugtechnik und Elektrotechnik. Entwicklungsingenieure verdienen am Anfang des Berufslebens überdurchschnittlich gut, aber können mit zunehmender Berufserfahrung ihren durchschnittlichen Stundenlohn nicht so sehr steigern wie anderen Ingenieursgruppen.


Bei den Juristen ist zwischen den verschiedenen Branchen und Kanzleiformen zu unterscheiden. Die Arbeit in einer kleinen Kanzlei, die sich auf Privatmandaten in den Bereichen Mietrecht oder Sozialrecht spezialisiert hat, wirft oft nicht mehr als einen Stundenlohn von 16,43 EUR durchschnittlich ab. Juristen die in großen Wirtschaftskanzleien arbeiten gehören in Deutschland dagegen zu den Spitzenverdienern. Hier werden oft Stundensätze von mehr als 40 EUR oder 50 EUR realisiert. Juristische Berufe in den Verbänden und der Öffentliche Verwaltung werden durchschnittlich entlohnt, aber bieten einen sicheren Arbeitsplatz. Hier sind Stundenlöhne von durchschnittlich 22,34 EUR üblich, jedoch mit regional großen Abweichungen. 


Ärzte gehören mit einem durchschnittlichen Bruttostundensatz von 26,43 EUR zu den Topverdienern in Deutschland. Chirurgen und Röntgenärzte gehören dabei zur Spitzengruppe, während Hausärzte und Internisten deutlich weniger verdienen. In Kliniken ist der Durchschnittstundensatz um bis zu 10 % höher als in niedergelassenen Praxen. 


Starke Verdienstunterschiede werden deutlich je nach Spezialisierung und Ausbildungsniveau. Während Akademiker schon mit relativ hohen Einstiegsgehältern starten können, geht die Einkommensschere zwischen akademischen und nichtakademischen Berufen später noch deutlicher auseinander. Während einer Steuerberater mit Universitätsdiplom in der eigenen Kanzlei durchschnittlich 23,43 EUR in der Stunde verdient, komm ein ähnlich alter Sachbearbeiter mit gleichem Erfahrungsstand nur auf 16,67 EUR pro Stunde. Auch ein Handwerksmeister kommt, obwohl ein Spezialist seines Faches, selten über einen Stundenlohn von 20 EUR hinaus. Besonders niedrig sind die Stundenlöhne in den Bereichen Dienstleistungen im Handel und Tourismus. So verdienen Kassierer, Reiseleiter und Friseure mitunter effektiv weniger als 10 EUR in der Stunde. 


Der Bildungsgrad spielt eine entscheidende Rolle bei den Verdienstmöglichkeiten und in nur wenigen Bereichen können auch Nichtakademiker hohe Einkünfte erzielen. Einer dieser Berufe ist die Tätigkeit des Controllers und die des Systemadministrators. Hier kommt es entscheidend auf Erfahrungswissen mit technischem Know-how an, das nicht unbedingt während eines Universitätsstudiums erworben werden muss. So können mitarbeiten im Controlling, die nur Abitur und eine abgeschlossene Berufsausbildung verfügen, nach einigen Jahren durchschnittliche 21,43 EUR in der Stunde verdienen. Auch ein Berufseinstieg in der Systemadministration ist ohne Hochschuldstudium möglich. In der IT-Branche sind die durchschnittlichen Stundenlöhne für Studierte und Nichtakademiker zunächst ähnlich. Im weiteren Berufsleben können Akademiker in der Anwendungsadministration und der Softwareentwicklung allerdings Stundenlöhne von 25 EUR und mehr erreichen. Nichtakademiker halten da nicht mit. 


Gleiches gilt generell auch für Frauen, die aufgrund Teilzeitstellen, Familiengründungen und einer oft immer noch klassischen Rollenverteilung in der zweiten Hälfe ihrer Karriere im Vergleich zu ihren männlichen Kollegen einen deutlichen Knick bei den erzielbaren Stundenlöhnen hinnehmen müssen.

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